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Sicher am Strand

Die meisten Funde am Strand sind harmlos und schön zum Anschauen. Bei einigen Quallen, bei jungen Robben, bei Bernstein an der Ostsee und im Watt lohnt es sich aber, ein paar Dinge zu wissen.

Welche Quallen brennen?

Auch tote, angespülte Quallen können noch nesseln. Fass im Zweifel keine Qualle an.

QualleBrennt sie?
Seestachelbeerenie, Rippenquallen haben keine Nesselzellen
Ohrenquallekaum spürbar
Lungenqualleschwach, kann auf empfindlicher Haut jucken
Blaue Nesselquallespürbar
Kompassqualledeutlich, wie Brennnesseln
Feuerquallestark, auch abgerissene Tentakel

Was tun nach Quallenkontakt?

  1. Aus dem Wasser gehen Ruhig bleiben und die Stelle nicht reiben.
  2. Mit Meerwasser abspülen Kein Süßwasser verwenden, es kann weitere Nesselzellen auslösen.
  3. Tentakelreste entfernen Rasierschaum auftragen und trocknen lassen. Dann mit einer Karte oder einem Stöckchen vorsichtig abstreifen, nicht mit bloßen Fingern.
  4. Bei starken Beschwerden Hilfe holen Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder großflächigen Verbrennungen sofort die 112 rufen oder die Badeaufsicht ansprechen.

Junge Robbe allein am Strand?

Junge Seehunde, die nach ihrer Mutter rufen, heißen Heuler. Meist ist die Mutter nur auf Jagd und kommt zurück, wenn es ruhig ist.

  1. Abstand halten Mindestens 300 Meter Abstand halten und den Weg zum Wasser frei lassen. Auf der Helgoländer Düne gelten mindestens 30 Meter.
  2. Nicht anfassen Robben können beißen. Fasst ein Mensch das Junge an, nimmt die Mutter es oft nicht mehr an.
  3. Weitergehen Hunde anleinen und den Fundort verlassen, damit die Mutter zurückkommen kann. Das Tier muss nicht bewacht werden.
  4. Melden, wenn nötig Wirkt das Tier krank oder bleibt es lange allein: in Schleswig-Holstein die Seehundstation Friedrichskoog (04854 1372), einen Seehundjäger oder die Polizei, in Niedersachsen die Seehundstation Norddeich (04931 973330). Fachleute entscheiden, ob es Hilfe braucht.

Bernstein oder Phosphor?

An der Ostseeküste, vor allem auf Usedom, werden manchmal Brocken aus weißem Phosphor angespült. Sie stammen aus Brandbomben des Zweiten Weltkriegs und sehen Bernstein sehr ähnlich. Trocknet Phosphor, kann er sich schon ab etwa 20 Grad selbst entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.

  • Strandfunde nie in die Hosen- oder Jackentasche stecken, sondern in einer Metalldose sammeln.
  • Ob ein Fund Bernstein oder Phosphor ist, lässt sich mit bloßem Auge kaum sicher sagen. Nicht reiben, nicht daran riechen, nicht anzünden.
  • Bei Verdacht nicht anfassen, Abstand halten und die Polizei verständigen. Hat Phosphor die Haut berührt, die Stelle mit Wasser nass halten oder mit einem feuchten Tuch bedecken und den Notruf 112 wählen.

Ebbe, Flut und Watt

  • Gezeiten kennenDie Flut kommt im Watt schneller, als man denkt, und Priele füllen sich zuerst. Hoch- und Niedrigwasserzeiten veröffentlicht das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.
  • Wattwanderung mit FührungLängere Strecken, etwa zu Inseln, nur mit zertifizierten Wattführerinnen und Wattführern gehen.
  • Nationalpark-RegelnIm Nationalpark Wattenmeer gibt es Ruhezonen, die nicht betreten werden dürfen. Schilder vor Ort und die Nationalparkverwaltungen informieren.
  • Was darf ich mitnehmen?Leere Schalen, einzelne Steine und Bernstein (in der Metalldose, siehe oben) sind meist in Ordnung. Lebende Tiere bleiben am Strand, und im Nationalpark gelten die Regeln vor Ort.

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